Über mich  

Meine Liebe zu Büchern entdeckte ich schon früh, wobei ich allerdings nie zu den eigenbrötlerischen Stubenhockern zählte, die sich regelmäßig die Nacht um die Ohren schlugen und tagelang in ihren Zimmern verbarrikadierten. Und so kam es, wie es kommen musste! Im zarten Alter von elf Jahren fiel mir durch Zufall das Buch "Carrie" in die Hände, wodurch ich endgültig das Interesse an langweiligen Mädcheninternatsgeschichten verlor und stattdessen mehr über die dunklen Seiten der Menschen erfahren wollte. Ich verschlang die Wälzer meines neuen Lieblingsschriftstellers Stephen King teilweise in wenigen Tagen. Carrie, Shining, Es – kein Buch ließ ich aus! 

Doch mit Ende meiner Schulzeit und Beginn meiner Ausbildung zur Versicherungskauffrau endete leider meine bis dahin schier endlos lange Freizeit. Die wenige freie Zeit, die mir zu dieser Zeit noch blieb, verbrachte ich fast ausschließlich mit Freunden, wodurch mein Hobby stark ins Hintertreffen geriet. Ich las zwar hin und wieder noch die ein oder andere Horrorgeschichte von King, doch schon damals ertappte ich mich dabei, wie ich mich in Buchhandlungen den übrigen Büchern der Bestsellerlisten zuwandte, bis ich schließlich meinen ersten Thriller und Wochen darauf meinen ersten Kriminalroman kaufte. 

Mehrere Jahre vergingen, eher sich die ersten Anfänge zu meinem Roman „Uterus“ rührten. Zu dieser Zeit arbeitete ich noch als Mitarbeiterin im operativen Geschäft und verfolgte intensiv Pressemitteilungen zu aktuellen Gesundheitsthemen, wovon mich eine Thematik ganz besonders inspirierte. In meinem Kopf entwickelte sich eine Geschichte, die im Laufe der Zeit immer weiter Form annahm, bis ich mich schließlich im Sommer 2012 dazu entschied, meine Idee auf Papier zu bringen. "Uterus" war geboren! 

Zu dem Zeitpunkt hegte ich noch keinerlei Absichten, Uterus jemals zu veröffentlichen, zumal mir das Leben immer wieder neue Aufgaben zuspielte, die eindeutig Vorrang hatten. Doch in all den vergangenen Jahren ließ mich Uterus nicht mehr los. Wie in Wahn schrieb ich teilweise wochenlang bis tief in die Nacht, um schließlich im Spätsommer 2014 das Wort „Ende“ unter das knapp 800 Seiten lange Manuskript zu setzen. In meiner ganzen Naivität und Unwissenheit verschickte ich schon kurz darauf eine handvoll Bewerbungen an Agenturen, die natürlich allesamt erfolglos blieben. Im Nachhinein betrachtet habe ich erst da richtig begriffen, wie hart das Verlagsgeschäft wirklich ist. Ich begann mit der Überarbeitung des Manuskriptes, parallel dazu fing ich an,  Kurzgeschichten zu schreiben, woran ich extrem Gefallen fand. Schon wenige Monate darauf kam mir die Idee, an Wettbewerben teilzunehmen. Und so bewarb ich mich mit meiner ersten Kurzgeschichte. Es dauerte nicht lange, bis ich Erfolg hatte und bereits im Februar 2016 erschien die Anthologie mit der mystischen Story "Der kopflose Reiter"! Weitere Veröffentlichungen folgten! Doch anstatt mich zurückzulehnen, feilte ich unaufhörlich an "Uterus", bis ich mich im Herbst 2016 entschied, den direkten Weg über die Verlage zu gehen. 

Im Schriftstellerforum „dsfo“ stieß ich auf einen Thread, in dem ein Autorenkollege den Frankfurter Verlag mainbook herausragend lobte. Nur leider schrieb der besagte Autorenkollege Thriller, und nicht, so wie ich, Kriminalromane. Wie sich herausstellte, waren meine Befürchtungen unnötig, denn der Verlag mainbook hatte durchaus eine Vielzahl an Krimis im Angebot. Kurzerhand schrieb ich dem Verleger Gerd Fischer eine E-Mail und erhielt bereits nach wenigen Tagen eine Antwort von ihm, verbunden mit dem Vorschlag, in den nächsten Tagen zu telefonieren. Wie es weiterging brauche ich Ihnen nicht zu erzählen. Von Anfang an stimmte die Chemie zwischen Gerd Fischer und mir. Und natürlich bekam ich das ein ums andere Mal knallharte Kritik um die Ohren gehauen, die sich gewaschen hatte. Die aber, und glauben Sie mir, das gebe ich wirklich ungerne zu, mehr als berechtigt war. Ein Dankeschön noch mal hier an dieser Stelle an Gerd Fischer für seine Inspiration, aber auch für seine unverblümte Offenheit und Kritik. 

Letztendlich ist mehr als die Hälfte des Ursprungsmanuskripts nicht in Druck gegangen, aber die Seiten, die übrig geblieben sind und nicht der Zensur zum Opfer gefallen sind, haben es in sich. Natürlich hätte ich gerne die ein oder andere Szene beibehalten, doch ich versichere Ihnen, dass die gestrichenen Textpassagen nicht verloren sind und bestimmt in abgeänderter Form in meinen zukünftigen Geschichten auftauchen werden.  

Bis dahin wünsche ich Ihnen eine schöne Zeit, bleiben Sie gesund und bis bald! 

Ihre Astrid Schwikardi

 

 

tlichung der Kurzgeschichte "Der kopflose Reiter" in der Anthologie "Heiter bis 

978 - 3945725528

 

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